Zielgruppe
Betriebliche Ausbildung
Die berufliche Grundbildung erfolgt in einem Detailhandelsgeschäft, in der Schule und in überbetrieblichen Kursen. Die Mischung von Theorie und Praxis bringt viel Abwechslung in den Berufsalltag. Das Gelernte kann unmittelbar umgesetzt werden. In der zweijährigen Grundbildung wird 4 Tage pro Woche im Betrieb gearbeitet. Hier liegt das Schwergewicht auf dem Erwerb der praktischen Kenntnisse und deren Anwendung.
Schulische Ausbildung
In der Schule wird an einem Tag pro Woche der theoretische Hintergrund zur praktischen Tätigkeit und allgemein bildendes Wissen in den verschiedenen Fachbereichen Fremdsprache (Englisch), lokale Landessprache (Deutsch), Wirtschaft und Gesellschaft vermittelt. Ab dem Schuljahr 2020/21 unterrichten wir alle neuen Klassen nach dem Prinzip "Bring your own device" (BYOD). Die Lernenden bringen ihren eigenen Laptop mit in den Unterricht. Der Unterricht enthält digitale Unterrichtseinheiten. Auf diese Weise wird die Fähigkeit erlangt, nach abgeschlossener Grundbildung den Einstieg in die Arbeitswelt zu vollziehen.
Detailhandelspraxis (DHP)
Das Fach Detailhandelspraxis ist ein Teil der zweijährigen Grundbildung und wird wie auch die allgemeine Branchenkunde in der Schule unterrichtet. Es bildet den theoretischen Hintergrund zur praktischen Tätigkeit. Für den Inhalt ist die Dachorganisation Bildung Detailhandel Schweiz zuständig, die auch für die generelle Sicherung der Qualität der betrieblichen Grundbildungen im Detailhandel verantwortlich ist.
Allgemeine Branchenkunde (ABK)
Der Unterricht findet an der Berufsfachschule statt. Je nach Branchengruppe kann der Schulort Luzern, Bern, Zürich oder ein anderer sein. Die Allgemeine Branchenkunde beginnt Anfang September und dauert 1 Semester bis Ende Januar. Die Beurteilung im 1. Semester zählt im Qualifikationsverfahren zur praktischen Prüfung.
Überbetriebliche Kurse (üK)
Die überbetrieblichen Kurse, kurz üK genannt, bilden eine Brücke zwischen der betrieblichen und der schulischen Bildung. Sie dauern insgesamt 8 Tage und sind über die zwei Jahre verteilt. In den üK werden die speziellen Branchenkenntnisse vermittelt. Organisiert werden diese Kurse durch die Branchenverbände. Auch hier erfolgt eine Note für den praktischen Prüfungteil .
Fachkundige individuelle Begleitung (FiB)
Die Fachkundige individuelle Begleitung FiB ist eine Hilfe speziell für Lernende der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest. Sie fördert und unterstützt den Bildungserfolg von Lernenden und hilft beim geplanten Übertritt in die Grundbildung mit EFZ.
Die wesentlichen Ziele des FiB sind:
- die standardisierten Anforderungen der zweijährigen Grundbildung erfüllen
- Lerndefizite verringern
- vorhandene Begabungspotenziale fördern
- die Sozial- und Selbstkompetenz stärken
- leistungsstärkere Jugendliche auf einen Übertritt in eine Grundbildung mit EFZ vorbereiten
Treten während der Ausbildung Lernschwierigkeiten auf, die innerhalb der Schulischen Begleitung nicht gelöst werden können, so bietet die Individuelle Begleitung (IB) die nötige Hilfe. Durch die Individuelle Begleitung werden Lernende – zusätzlich zur Schulischen Begleitung – gezielt in den schulischen, berufspraktischen, sozialen oder persönlichen Lebensbereichen unterstützt und gefördert. Diese Unterstützung wird durch die Schulberatung des Kantons Luzern (SBG) organisiert. Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular, welches bei der Klassenlehrperson oder direkt online bezogen werden kann. Online-Link: https://beruf.lu.ch/biz/schulberatung_portrait
Anforderungen
- Freude am Kontakt mit Menschen, an der Beratungs- und Verkaufstätigkeit und an den angebotenen Waren
- Bereitschaft zum Erwerb mündlicher Kenntnisse in einer Fremdsprache
- Bereitschaft zur Teamarbeit
- Kommunikationsbereitschaft in der lokalen Landessprache
- Durchschnittliche Noten in der Schule
Fleiss und Einsatz während der Lehrzeit können Schwächen in einzelnen Fächern mildern oder aufheben.
2 Jahre
Im Qualifikationsverfahren sollen die Lernenden zeigen, ob sie die im Ausbildungsreglement und im Lehrplan umschriebenen Lernziele erreicht haben. Neben den Ergebnissen der schriftlichen und mündlichen Prüfungen werden auch die Zeugnisnoten des 2. Lehrjahres berücksichtigt.
Ebenfalls mitberücksichtigt wird die Beurteilung des Lehrbetriebes, der üK und der ABK. Wer das Qualifikationsverfahren mit einem Durchschnitt von 4.0 über alle Fachbereiche (praktische und schulische zusammen) bestanden hat, erhält den Ausweis als Detailhandelsassistentin/als Detailhandelsassistent mit eidgenössischem Berufsattest EBA.
Stundentafel Detailhandelsassistenten
|
Fächer |
Lektionen |
|---|---|
|
Allgemeine Branchenkunde |
60 |
|
Wirtschaft |
120 |
|
Gesellschaft |
100 |
|
Lokale Landessprache |
160 |
|
*Fremdsprache (Englisch, Französisch oder Italienisch) fakultativ |
120 |
|
Sport |
80 |
|
Detailhandelspraxis |
80 |
|
Total |
720 |
14:00
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an der Infoveranstaltung für Sekundarschüler über Detailhandelsberufe. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
