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Ein starkes Zeichen für die Höhere Berufsbildung: «Professional Bachelor» und «Professional Master» kommen

Ein starkes Zeichen für die Höhere Berufsbildung: «Professional Bachelor» und «Professional Master» kommen

Mit der Revision des Berufsbildungsgesetzes hat das Parlament Ende 2025 den Weg frei gemacht für die Einführung der Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master». Damit wird die Höhere Berufsbildung gezielt gestärkt und ihre Bedeutung im In- und Ausland sichtbarer gemacht. Dieser Entscheid ist weit mehr als eine formale Anpassung. Er ist ein klares Bekenntnis zur Qualität, zur Praxisnähe und zur internationalen Anschlussfähigkeit des Schweizer Bildungssystems.

Mehr Sichtbarkeit für bewährte Abschlüsse

Die Höhere Berufsbildung ist seit Jahrzehnten ein tragender Pfeiler unseres dualen Bildungssystems. Berufsprüfungen mit eidg. Fachausweis, Höhere Fachschulen HF und Höhere Fachprüfungen mit eidg. Diplom stehen für fundiertes Fachwissen, Führungskompetenz und ausgeprägte Praxiserfahrung.

Mit den neuen Titelzusätzen erhalten diese Abschlüsse nun eine zusätzliche internationale Lesbarkeit. Der geschützte Schweizer Titel bleibt unverändert bestehen und wird weiterhin an erster Stelle geführt. Neu kann er durch einen englischen Zusatz ergänzt werden, der das Qualifikationsniveau im internationalen Kontext verständlicher macht.
Beispiele:

  • «Marketingfachmann mit eidg. Fachausweis, Professional Bachelor»
  • «Dipl. Betriebswirtschafterin HF, Professional Bachelor in Business Administration»
  • «Eidg. dipl. Verkaufsleiter, Professional Master»

Wichtig ist: Der Zusatz darf nicht isoliert verwendet werden. Er steht immer in Kombination mit dem bestehenden, geschützten Schweizer Abschluss.

Gleichwertig im Niveau, eigenständig im Profil

Die neuen Titel machen deutlich, was Fachleute schon lange wissen: Abschlüsse der Höheren Berufsbildung sind auf hohem Niveau angesiedelt. Sie orientieren sich am Nationalen Qualifikationsrahmen NQR und sind dem Europäischen Qualifikationsrahmen EQF zugeordnet. Dabei wird bewusst von Gleichwertigkeit gesprochen, nicht von Gleichartigkeit. «Professional» unterstreicht den berufspraktischen Weg. Es handelt sich nicht um akademische Titel einer Universität, sondern um Abschlüsse, die aus der Praxis für die Praxis entstanden sind. Genau darin liegt ihre besondere Stärke.

Der Professional Bachelor ist somit kein akademischer Bachelor und berechtigt nicht automatisch zu einem weiterführenden Studium an einer universitären Hochschule. Er signalisiert jedoch klar das Kompetenzniveau und schafft Transparenz im internationalen Umfeld.

Konkreter Nutzen für Berufsleute und Unternehmen

Für Absolventinnen und Absolventen bedeutet die Neuerung eine spürbare Aufwertung ihrer Qualifikation. Im internationalen Kontext oder in global tätigen Unternehmen erleichtert der Zusatz die Einordnung des Abschlusses. Das Kompetenzniveau wird auf einen Blick erkennbar, ohne dass das Schweizer Bildungssystem im Detail erklärt werden muss.

Auch für Unternehmen und HR-Verantwortliche bringt die Reform Vorteile. Stellenprofile lassen sich präziser formulieren, Qualifikationen besser vergleichen und Fehlentscheide im Recruiting reduzieren. Die Titel schaffen Klarheit und stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Schweiz.

Nicht zuletzt wirkt die Reform identitätsstiftend. Sie stärkt das Selbstbewusstsein der Höheren Berufsbildung und setzt ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber all jenen, die sich nach ihrer Grundbildung gezielt weiterqualifizieren.

Ein Meilenstein für das Schweizer Bildungssystem

Mit der Einführung von Professional Bachelor und Professional Master unterstreicht die Schweiz die Durchlässigkeit und Qualität ihres Bildungssystems. Die duale Bildung gewinnt weiter an Profil im internationalen Vergleich, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren.

Die Reform macht sichtbar, was im Schweizer Bildungssystem längst verankert ist: Die Höhere Berufsbildung und der akademische Weg sind unterschiedliche Bildungswege mit je eigenen Stärken. Beide sind gleichwertig anerkannt. Mit den neuen Titelzusätzen wird diese Gleichstellung nun auch nach aussen klarer erkennbar. Die Schweiz investiert damit konsequent in ihre Fach- und Führungskräfte von morgen und stärkt ein Bildungssystem, das für Praxisnähe, Qualität und Innovationskraft steht. Die Höhere Berufsbildung tritt selbstbewusst auf – klar positioniert, international verständlich und fest verankert im Erfolgsmodell Schweiz.

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